Energieeinsparung ist für den Bergbaumaschinenbau sowohl Chance als auch Herausforderung. Zunächst einmal handelt es sich bei der Bergbaumaschinenindustrie um eine kapital- und technologieintensive Schwerindustrie. Technologische Verbesserungen sind für die Entwicklung der Branche von entscheidender Bedeutung. Derzeit konzentriert sich die gesamte Branche verstärkt auf Erstausrüster (OEM) und vernachlässigt die Entwicklung und Forschung von Baumaschinen. Innovationen und Weiterentwicklungen bergen Risiken, die nicht nur die Forschungs- und Entwicklungsbudgets stark belasten, sondern auch den Erfolg ungewiss machen. Zweitens hat sich die makroökonomische Lage im In- und Ausland zunehmend verschärft. Die Schuldenkrise in Europa, die drohende Haushaltskrise in den USA und das anhaltend schwache Wachstum in China sind allesamt Anzeichen für einen wirtschaftlichen Abschwung. Investoren verhalten sich am Aktienmarkt abwartend, was die Entwicklung der Weltwirtschaft erheblich beeinträchtigt. Als Schlüsselbranche der Sozialwirtschaft steht die Bergbaumaschinenindustrie vor großen Herausforderungen.
Angesichts der Herausforderungen darf die Bergbaumaschinenindustrie nicht länger zögern. Sie muss Energieeinsparung und -entwicklung zum Ziel haben und die Struktur der Branche optimieren, um redundante, minderwertige Anlagen konsequent zu kontrollieren und veraltete Produktionskapazitäten mit hohem Energieverbrauch und hohen Emissionen zu eliminieren. Es gilt, den Einsatz fortschrittlicher und anwendbarer Technologien zur Transformation traditioneller Industrien zu beschleunigen, den Zugang zum verarbeitenden Gewerbe zu erleichtern und dessen Transformation und Modernisierung zu fördern. Weiterhin muss die Außenhandelsstruktur verbessert und die Entwicklung des Außenhandels von energie- und arbeitsintensiv zu kapital- und technologieintensiv verlagert werden. Zudem muss die Dienstleistungsbranche gestärkt werden, strategische Zukunftsbranchen gefördert und weiterentwickelt sowie die Bildung von führenden und tragenden Branchen beschleunigt werden.
Kurz gesagt, als wichtiger Bestandteil der sozioökonomischen Lage kann die Bergbaumaschinenindustrie weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken. Solange die Unternehmen die Chancen für ihre zukünftige Entwicklung nutzen, werden sie auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten erfolgreich sein.
Veröffentlichungsdatum: 11. April 2022